Hochwassereinsatz in Sachsen-Anhalt
Hilfeleistung
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Einsatzbericht
Aufgrund eines Voralarms für einen möglichen Kastastrophenschutzeinsatz in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten, hielt sich eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Osterholz ab dem 03.06.2013 für einen eventuellen Einsatz bereit.
Als am Morgen des 05.06.2013 bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Bremen über das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern ein Hilfeersuchen aus Sachsen-Anhalt einging, versammelte sich unsere Gruppe kurzfristig am Gerätehaus um unser LF-20 KatS und unser MTF zu besetzen. Vom gemeinsamen Treffpunkt für die Bremer Kräfte der Fachbereitschaft Hochwasserschutz auf Feuerwache 5 ging es im geschlossenen Verband in Richtung der Stadt Bernburg (Saale).
Dort stieg der Pegel der Saale seit Tagen an und sollte spätestens am Wochenende seinen Höchststand erreichen. Mit mehreren Fahrzeugen, darunter unser LF-20 KatS, rückte die Fachbereitschaft noch am Abend aus um mit dem Verbau von Sandsäcken weite Teile der Stadt vor der Flut zu schützen. Als der Notdeich soweit befestigt war, unterstützten wir mit weiteren Bremer Kräften die Nacht hindurch eine örtliche Einheit beim Abpumpen von Wasser aus einem Kreuzungsbereich. Bis der erste Abmarsch zum Wochenende hin von einem weiteren Abmarsch aus Bremen abgelöst wurde, waren wir u.a. noch bei der Sicherung der Kaimauer und beim Abpumpen mehrerer Schächte entlang eines Straßenzuges länger im Einsatz.
Die Kräfte der Ablösung verlegten noch am gleichen Tag mit dem gesamten Verband nach Wörlitz an der Elbe. Vor Ort wurde in der Nacht von unseren Kräften ein Deich mit Sandsäcken verstärkt. Da sich die Lage in Wörlitz am Morgen deutlich entspannt hatte, verlegte der Verband am Sonntag nach Jerichow nördlich von Magdeburg. Hier erlebten wir in der ersten Nacht dramatische Stunden, als ein Deich von der Scheitelwelle des Hochwassers überflutet werden zu drohte. Bis in die Morgenstunde wurde der Deich erhöht und verstärkt. Da in der gleichen Nacht 5km nördlich von Jerichow der Deich bei Fischbeck gebrochen war, mussten umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen in den Vororten von Jerichow durchgeführt und ein ca. 4km langer Notdeich errichtet werden.
In den Morgenstunden des 12.06.2013 machten sich weitere Kameraden unserer Wehr im dritten Abmarsch auf den Weg nach Sachsen-Anhalt um den vor Ort arbeitenden zweiten Abmarsch abzulösen. Dementsprechend reichte auch das Einsatzspektrum der 3. Ablösung von der Evakuierung Betroffener bis zur Verteidigung eines Dorfes vor einfließendem Wasser. Die Fachbereitschaft Hochwasserschutz beendete am 15.06.2013 erfolgreich ihren Einsatz in Sachsen-Anhalt und führte alle Fahrzeuge zurück nach Bremen.
Bedanken möchten wir uns hiermit auch noch einmal bei den vielen freiwilligen Helfern und Anwohnern die uns während des gesamten Einsatzes unterstützt haben wo sie nur konnten.
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